2000-2008

 

Die Ausführungen folgen nicht der Chronologie der Abläufe, sondern setzen für diesen Zeitraum deutliche Schwerpunkte, stellen die Veränderungen dar und geben einen Ausblick auf Kommendes.

Zeit der Veränderungen

Kann die Zeit des ausgehenden 20. Jahrhunderts von Herrn Dr. Ulrich March als Phase der Konsolidierung gekennzeichnet werden, so ist der Beginn des 21.  Jahrhunderts von weitreichenden Veränderungen geprägt, die jede einzelne Schule und das Schulsystem insgesamt grundlegend umgestalten werden.

Ansteigende Schülerzahlen und Wechsel im Leitungs- und Lehrerkollegium

Zu diesen Veränderungen gehören das Anwachsen der Schülerzahlen, die entsprechende Vergrößerung des Kollegiums und die fast vollständig neue Zusammensetzung der erweiterten Schulleitung.

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die die Jürgen-Fuhlendorf-Schule  besuchen, steigt in dem Zeitraum 2000 bis 2008 von 700 auf 1000 an. Das Kollegium erweitert  sich auf über 60 Lehrkräfte, wobei sich  zahlreiche Veränderungen im Kollegium durch Pensionierungen, Versetzungen und die Neueinstellung von Kolleginnen und Kollegen ergeben. Auch gibt es eine starke Tendenz zur Teilzeitbeschäftigung, sei es aus persönlichen, familiären Gründen oder um die rapide gestiegene Belastung  zu reduzieren.

Nach der Pensionierung von Herrn Dr. Ulrich March wird die Schulleiterstelle ausgeschrieben und  Herr Uwe Czerwonka als neuer Schulleiter gewählt.

Nachdem Herr Otto, Herr Sievert und  Herr Hüseler in Pension gegangen sind, werden die Stelle des stellvertretenden Schulleiters mit Herrn Langkabel, die Oberstufenleitung mit Herrn Rozanski und die Mittelstufenleitung mit Frau Berner besetzt. Die Funktionsstelle des Koordinators für schulfachliche Aufgaben wird vom Ministerium aufgrund der gestiegenen Schülerzahl ausgeschrieben und  Herrn Dannmeier übertragen.

Bauliche Veränderungen - Zusammenarbeit mit dem Schulträger

Die gestiegenen Schülerzahlen machen bauliche Veränderungen notwendig.  Der Bedarf an Klassenräumen wird zunächst  durch die Aufstellung von bis zu vier Container-Klassenräumen gedeckt. Ab Herbst 2005 wird jedoch mit dem Anbau von vier Klassenräumen und einem zusätzlichen Computerraum begonnen. Der Bau wird bei laufendem Schulbetrieb bis zum Beginn des Schuljahres 2005/2006 fertig gestellt, und so kann die Zahl der Container-Klassenräume von vier auf zwei reduziert werden.

Der Schulträger sorgt durch die Neuausstattung des Lehrerzimmers, die Neugestaltung der Lehrerbibliothek und des ehemaligen Raucherzimmers sowie die Anpassung der Chemie-Fachräume an die neuesten Sicherheitsstandards für eine weitere Verbesserung der räumlichen Gegebenheiten. Ferner sind die Deckenstatik der Fachräume und des Verwaltungstraktes überprüft und die  notwendigen  Sanierungsmaßnahmen ohne  Störungen des Schulbetriebes in vorbildlicher Weise durchgeführt worden. Das für die Baumaßnahmen zuständige Facility-Management und die Schule kooperieren dabei in sehr enger Absprache.

Die Erweiterung des Schulgebäudes durch den Neubau bewirkt eine wesentliche, jedoch nur vorübergehende Verbesserung der Raumsituation.

Die Schule war ursprünglich auf Dreizügigkeit ausgelegt, muss aufgrund der Schülerzahlen zurzeit in einigen Klassenstufen eine Fünf- bis Sechszügigkeit verkraften und muss sich - wenn die Prognosen zutreffen - in Zukunft konstant auf eine Vierzügigkeit einstellen.

Im Jahr 2008 ist festzustellen, dass weiterhin zwei Klassenräume in Containern vorgehalten werden müssen. Auch besteht bei der jetzigen Schülerzahl und in Folge der im kommenden Schuljahr beginnenden Reform der Oberstufe ein Bedarf an größeren Klassenräumen, und die Fachräume (Kunst, Musik, Naturwissenschaften) müssen schnellstens dem Bedarf angepasst werden. Um die Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Schulbetriebs zu gewährleisten und den pädagogischen Anforderungen zu entsprechen, wird - im Abgleich mit dem Musterraumprogramm - der Zusatzbedarf ermittelt und einvernehmlich festgelegt. Ein fachräumlicher Bedarf (Ausbau und Neubau) in den naturwissenschaftlichen Bereichen Chemie, Physik und Biologie sowie für Kunst und Musik wird in intensiven Gesprächen, an denen das Facility-Management, die Schulleitung und die Fachschaftsvertreter beteiligt sind, festgestellt.

Die bei Schulbegehungen festgehaltenen Wünsche und Anregungen im Bereich der Bauunterhaltung werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten umgesetzt bzw. in Planung gegeben. Die kontinuierlich steigenden Schülerzahlen und veränderte fachwissenschaftliche und pädagogische Anforderungen erfordern jedoch immer wieder bauliche Maßnahmen und Umgestaltungen.

Mit großem Engagement setzen sich alle an Schule Beteiligten und zahlreiche Sponsoren für die Einrichtung einer Cafeteria ein, denn aufgrund der längeren Aufenthaltszeiten der Schülerinnen und Schüler in der Schule ist eine Versorgungsmöglichkeit dringend notwendig.

Das Schulprogramm als Rahmen der schulischen Entwicklung

Seit der Jahrtausendwende wendet sich die öffentliche und politische Aufmerksamkeit verstärkt bildungspolitischen Fragen zu. So wird die nationale und internationale Diskussion seitdem sehr stark von PISA und den Folgen bestimmt. Auf Landesebene sorgt im Jahre 2000 zunächst der Auftrag der Landesregierung, dass jede Schule ein eigenes Schulprogramm entwickeln soll, für Diskussionsstoff. Mit der Schulprogrammarbeit als erstem Schritt soll einerseits jede Schule die Möglichkeit erhalten, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und zu benennen und klare Schwerpunkte zu setzen. Auch soll die Autonomie der Schulen gestärkt werden. Andererseits wird aber auch deutlich gemacht, dass sich Schulen verstärkt einer Kontrolle ihrer Ergebnisse unterziehen müssen.

Schulprogrammarbeit soll dabei im Dreischritt von Zielsetzung, Umsetzung und Evaluation zu einer zentralen Steuerungs- und Entwicklungsinstanz der Schule werden.

Und so entwickeln Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unserer Schule zu Beginn des neuen Jahrhunderts in einer großen Kraftanstrengung ein Schulprogramm, das im Jahre 2002 von der Schulkonferenz, in der Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler vertreten sind, verabschiedet wird und eine Grundlage für die schulische Weiterentwicklung darstellt.

Alle Beteiligten sind dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass die Probleme von Schule und Gesellschaft im pädagogischen Bereich nicht durch einen wie auch immer gearteten großen Wurf gelöst werden können, sondern nur in einem Prozess der kleinen, konkreten Schritte, der von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften gemeinsam getragen wird.

Das Schulleben verändert sich in den folgenden Jahren nach 2002 weiter, neue Ziele und Aufgaben werden deutlich.  Das Schulprogramm muss aktualisiert und in Orientierung an den aktuellen Anforderungen neu ausgerichtet werden.

Im Jahr 2008 erarbeitet ein Gremium, das aus  Vertretern der Eltern- sowie der Schülerschaft und des Kollegiums besteht, eine Vorlage für das neue Schulprogramm.

Bei der Fortschreibung des Schulprogramms wird trotz kontroverser Diskussionen immer wieder deutlich, dass Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium letztlich den weiteren Weg der Schule gemeinsam gestalten wollen und eigene Empfindlichkeiten zurückstellen und Kompromisse suchen und finden. Erstmals werden dem neuen, fortgeschriebenen Schulprogramm Leitsätze vorangestellt, die das pädagogische Fundament der Jürgen-Fuhlendorf-Schule prägnant ausdrücken. So heißt es dort:

Unsere schulische Gemeinschaft ist von den folgenden gemeinsamen Werten und Zielen geprägt:

  • Jeder ist für die Gemeinschaft wichtig, und jeder übernimmt nach seinen Kräften Aufgaben für die Gemeinschaft. 
  • Wir unterstützen unsere (Mit-)Schülerinnen und (Mit-)Schüler in ihrer Entwicklung zu selbstständigen, selbstbewussten und verantwortungsbewusst handelnden Menschen, die nicht nur sich selbst, sondern auch den Mitmenschen und die Gemeinschaft wahrnehmen und achten.
  • Individuelles und gemeinsames Lernen sehen wir als Chance, durch Anstrengung, Verbindlichkeit und Leistung unsere Talente und Fähigkeiten zu entdecken sowie uns selbst weiterzuentwickeln und die Gemeinschaft voranzubringen.
  • Unser Umgang miteinander ist von Achtung, Vertrauen, Hilfe und Toleranz geprägt. Wir vertreten unsere Meinung und streiten mit Worten und Argumenten um den richtigen Weg. Wir sind bereit, die besseren Argumente gelten zu lassen und unsere Meinung gegebenenfalls zu ändern.
  • Unterricht abwechslungsreich, motivierend, fördernd und fordernd zu gestalten, ist die Aufgabe aller an unserer Schule mitwirkenden Gruppen.
  • Die Gestaltung unserer Schule als Lern- und Lebensraum ermöglicht es allen, sich in der Schule wohl zu fühlen und sich mit der Schule zu identifizieren.

Evaluation im Team –  Anstoß zu  Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

Der Besuch des EVIT-Teams im Herbst 2006 vermittelt der Schule eine genaue Analyse der Qualität sowie Hinweise auf Bereiche, in denen Handlungsbedarf für die weitere schulische Entwicklung ersichtlich ist.

Die externe Evaluation von Schulen im Team ist seit 2004 flächendeckend in Schleswig-Holstein eingeführt worden. Ziel des Verfahrens ist es, die Qualität einer Schule zu erfassen und Rückmeldungen für die Weiterentwicklung zu geben. Zugrunde gelegt sind 49 Qualitätskriterien, die in einem Handbuch zusammengefasst sind. Im Zentrum des Verfahrens steht die Qualität des Unterrichts, erfasst werden aber auch die räumlichen Verhältnisse, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus, die Zufriedenheit von Lehrkräften und Schülerschaft und die Arbeit der Schulleitung.

Im Oktober 2006 überprüft ein EVIT-Team von vier  Schulexperten (zwei Vertreter des Ministeriums, eine Vertreterin des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) sowie  ein Schulleiter einer vergleichbaren Schule) anhand eines festgelegten Verfahrens die wichtigsten Qualitätsbereiche der Jürgen-Fuhlendorf-Schule. Im Rahmen dieses Verfahrens  werden Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler  befragt, zahlreiche Gespräche geführt und statistische Daten ausgewertet. An den zwei Besuchstagen wird der Unterricht  beobachtet, damit ein möglichst genaues und umfassendes Bild von der Arbeit der Schule entworfen wird.

Die Erkenntnisse aus dem Schulbereich werden vom EVIT-Team in einem Bericht zusammengefasst, der in den schulischen Gremien erörtert und ausgewertet wird.

Dieser EVIT-Bericht gibt der Schule eine deutliche Rückmeldung über die schulische Situation. Zwar wird im Bericht festgestellt, dass die Zufriedenheit mit der Schule bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften gleichermaßen hoch ist, dass der Unterricht fachlich anspruchsvoll ist und in einer freundlichen Atmosphäre stattfindet und dass der Umgangston respektvoll und wertschätzend ist, aber es werden auch Schwächen überaus deutlich benannt. So wird vor allem kritisiert, dass die Selbstständigkeit und Eigenaktivität der Schülerinnen und Schüler noch nicht genügend gefördert wird, dass leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler noch nicht angemessen gefördert werden, dass die Aufgabenbereiche der Schulleitungsmitglieder nicht klar genug geregelt sind, dass der Informationsfluss nicht optimal ist und dass noch nicht entschieden genug nach dem beschlossenen Schulprogramm gearbeitet wird. Auch die Zusammenarbeit der Lehrkräfte untereinander und mit den Eltern wird als verbesserungswürdig angesehen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Schule den Generationenwechsel im Kollegium und in der Schulleitung sowie die kontinuierlich wachsenden Schülerzahlen noch nicht optimal verarbeitet hat.

Zur Auswertung des  EVIT-Berichts werden binnen eines Monats in über 30 Klassen Elternabende durchgeführt und eine „Prioritätenliste“ erstellt, die die von der Elternschaft vorrangig angestrebten Veränderungen verdeutlicht.

Das Kollegium diskutiert den Bericht auf mehreren Konferenzen intensiv und offen. Zwar ist für alle eine derartige Form der Kritik an der eigenen Arbeit neu, und nicht jeder Kritikpunkt kann geteilt und angenommen werden, aber insgesamt führt der kritische EVIT-Bericht einerseits zu einer Solidarisierung mit der Schule und andererseits zu einer Aufbruchstimmung. Eine Zielvereinbarung mit der Schulaufsicht im Ministerium wird geschlossen, und zahlreiche Veränderungen werden in Angriff genommen.

Im Schuljahr 2006/2007 und im laufenden Schuljahr wird eine Vielzahl von Maßnahmen wirksam:

  • Entwicklung eines Methodencurriculums für die Klassen 5 und 6
  • Entwicklung eines Förderkonzeptes mit einem Schwerpunkt bei den 7. und 8. Klassen
  • Ausbildung von Streitschlichtern
  • Ausbildung von Schulsanitätern
  • verbindliches Berufspraktikum in den 10. Klassen
  • Berufsberatung durch eine Beraterin für akademische Berufe der Bundesagentur für Arbeit
  • Klärung und Festlegung der Arbeitsbereiche der Schulleitungsmitglieder
  • Teilnahme von Schulleitungsmitgliedern an den Konferenzen der Fachschaften
  • Einrichtung des Rates der Fachvorsitzenden
  • Gründung eines Eltern-Lehrer-Chores
  • Veröffentlichung einer Online-Zeitung („Der EinBlick“)
  • Einrichtung von „Vorhabenwochen“, in denen verstärkt außerschulische Lernorte eingebunden werden können
  • Veranstaltungen, die von der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft gemeinsam beschlossen, geplant und durchgeführt werden können (Flohmarkt, Konzerte)

Im Herbst 2008 wird die Schulaufsicht die Schule erneut besuchen, um Einblicke in die Weiterentwicklung des Schullebens zu erhalten.

Eltern und Schülervertretung –  Partner für die Weiterentwicklung der JFS

Für die Entwicklung der Schule stellt die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Klassenelternbeiräten und dem Schulelternbeirat, dem Förderverein und der Schülervertretung eine verlässliche Grundlage dar. Eltern bringen sich in vielfältiger Form in das Schulleben ein und bereichern den Schullalltag und das Schulleben durch unterschiedliche Aktionen. Die Unterstützung zeigt sich beispielsweise bei Projekten, der Leitung von Arbeitsgemeinschaften, der Ausgestaltung von Klassenräumen, der Einrichtung der Mediothek, der Einrichtung von Schließfächern für die Schülerschaft, bei Elterninformationsabenden und musikalischen Veranstaltungen oder Sponsorenläufen.

Der Schüleraustausch mit unseren Partnerschulen in Frankreich, Polen, Russland und Schweden wird, getragen von der Lehrerschaft und den Eltern, weiter ausgebaut. Durch die  hervorragende Unterstützung der Eltern, die unsere Gäste bei sich aufnehmen, sind diese vielfältigen Kontakte erst möglich. Die Partnerschaft zu Greifswald bleibt weiter formal bestehen, wird aber leider nur einmal durch ein gemeinsames Kunstprojekt im Bereich der Oberstufe mit Leben erfüllt.

Die von Frau Susanne Lüdtke initiierte und von ihr monatlich als E-Mail verschickte Schulzeitung „Der EinBlick“ vermittelt durch die Vielfalt der von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren geschriebenen Beiträge ein lebendiges Bild des schulischen Lebens. Mit dem „EinBlick“ ist  ein sehr modernes und wirksames Medium geschaffen worden, um Informationen schnell und direkt an die Bezieher der Schulzeitung zu vermitteln. Denn eine große und weiter wachsende Schule leidet doch erheblich darunter, dass niemand die zahlreichen Aktivitäten an unserer Schule mehr überschauen kann.

Klassenelternbeiräte begleiten und unterstützen die organisatorische und pädagogische Arbeit der jeweiligen Klassenkollegien. Hierbei ist besonders die Bereitschaft, sich auf Elternabenden mit pädagogischen Fragen zu beschäftigen und gemeinsam mit den in den Klassen tätigen Lehrkräften bei Problemen zu Lösungen zu gelangen, verstärkt zu beobachten und sehr zu begrüßen.

Die Vorsitzenden des Schulelternbeirates,  Herr Fink, Herr Dr. Gather  und seit dem Jahr 2006 Herr Lauff unterstützen und begleiten die schulische Arbeit und die Entwicklung der Schule mit außergewöhnlich hohem persönlichem Engagement. Die gemeinsame Arbeit in den Gremien ist stets von großem Vertrauen  und Verständnis für die schulischen Belange gekennzeichnet.

Bei den Sitzungen des Schulelternbeirates werden von den Eltern Fragen und Anliegen in offener Form vorgebracht. Das gemeinsame Ringen um konstruktive, für die Schule umsetzbare und tragbare Lösungen steht dabei immer im Vordergrund.

Maßnahmen, die sich durch Krankheitsvertretungen ergeben, Fragen, die aus Klassenzusammenlegungen entstehen, und andere Aspekte der schulischen Weiterentwicklung werden im Schulelternbeirat durchaus kritisch hinterfragt.   

Unterstützung wird gegeben bei der Umsetzung der im Schulprogramm festgehaltenen Ziele, bei der Überarbeitung des Schulprogramms, bei Anträgen an die Schulkonferenz,  einer Vortragsreihe, bei Projekten, der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des EVIT-Besuchs, bei musikalischen Veranstaltungen, bei Elterninformationsabenden  zum Übergang auf die weiterführende Schule sowie beim Schüleraustausch.

Die Arbeit des Fördervereins stellt ein sehr wichtiges Element für das schulische Leben dar. Dank des sehr großen Einsatzes des Vorstandes mit seinem Vorsitzenden Herrn Jessen gelingt es dem Verein, die Zahl der Mitglieder zu erhöhen. Die zur Verfügung gestellten Mittel fördern die Arbeit der Fachschaften und unterstützen die Schule in vielfältigem Maße zum Wohle der gesamten Schülerschaft.

Die Schülervertretung engagiert sich in verstärktem Maße für die Anliegen der Schule und soziale Projekte. Deutlich wird dies bei der Arbeit am Schulprogramm, der Teilnahme an den Fachkonferenzen und in der Schulkonferenz. Regelmäßig beteiligen sich Schülerinnen und Schüler an dem von der Schülervertretung beantragten und von der Schulkonferenz beschlossenen „Sozialen Tag“ von „Schüler helfen Leben“. Am „Sozialen Tag“, der seit 1998 in Schleswig-Holstein und  seit 2006 jährlich bundesweit stattfindet, arbeiten Schülerinnen und Schüler, um das Geld für Projekte in Südosteuropa zu spenden. Auch in diesem Jahr beabsichtigen viele Schülerinnen und Schüler, sich am 8. Juli 2008 für soziale Projekte zu engagieren.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

Neben dem Unterricht gibt es vielfältige Aktivitäten, die die Schule zum Lebens- und Erfahrungsraum für Schüler gestalten.

Im Bereich der pädagogischen Arbeit der Schule wird deutlich, dass die vielen Arbeitsgemeinschaften, die sportlich, musisch-kreativ oder mathematisch ausgerichtet sind, großen Zuspruch finden. Die Arbeitsgemeinschaften Ball und Spiele, Basketball, Bibel, Big Band, Bücherei, Chor, Fußball, Gartenbau, Handarbeit, Homepage, Mathematik, Modellbahn, Mediothek, Polnisch, Schach, Schülerzeitung, Tanz, Theater, Open Office, Orchester, Volleyball bereichern das Schulleben.

Aufführungen der Theater- und Musikarbeitsgruppen sowie Ausstellungen anderer Gruppen (Kunst, Modelleisenbahn und andere) ermöglichen Schülerinnen und Schülern ihre Arbeit zu präsentieren und tragen ebenfalls dazu bei, die Schule in der Öffentlichkeit darzustellen.

Hervorzuheben ist, dass sich neben Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern auch Eltern (Handarbeits-, Polnisch- und Tanz-AG)  engagieren.

Weitere pädagogische Schwerpunkte stellen die Teilnahme an Wettbewerben dar. Jugend debattiert, Mathematik-Olympiade, Schulbanker, Weihnachtsaufgabenwettbewerb Mathematik, Lange Nacht der Mathematik und  Big Challenge sind Veranstaltungen, an denen erfreulich viele Schüler der JFS teilnehmen. Die Teilnahme an sportlichen Wettbewerben (Crosslauf, Handball, Kreisbestenkämpfe Leichtathletik) werden ebenfalls fortgesetzt, wobei als besonderer Erfolg hervorzuheben ist, dass die Handballmannschaft in der Wettkampfklasse Jungen II Landessieger wird und beim Bundesfinale „Handball“ Wk II Jungen in Berlin im Schuljahr 2005/2006 den fünften Platz belegt.

Im Rahmen der von allen am Schulleben beteiligten Gruppen getragenen Veranstaltungen ist als ein herausragendes Ereignis der UNICEF-Lauf am Ende des Schuljahres 2006/2007 hervorzuheben. Dieser Lauf erbringt über 25.000 Euro, von denen die Hälfte der UNICEF übergeben wird. Die an der Schule verbleibende Hälfte der Einnahmen ist für die Ausstattung bzw. den Aufbau einer Cafeteria vorgesehen.  

Vernetzung mit Institutionen und Fachkräften aus der Region

Im Bereich der Drogenprävention liegt ein weiterer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit.  Die Jürgen-Fuhlendorf-Schule ist seit dem Herbst 2005 rauchfreie Schule.

Die Präventionsarbeit wird in Zusammenarbeit mit der ATS Suchtberatungsstelle Kaltenkirchen fortgesetzt und ergänzt durch die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Segeberger Mühle, um die Aufklärung über Gefahren, die sich mit der Nutzung des Internets und des Handys ergeben, zu verstärken.

Im Bereich des Verkehrsunterrichts nimmt die Schule regelmäßig am Verkehrswettbewerb teil und arbeitet eng mit der örtlichen Polizei im Rahmen der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer zusammen.

Doch die Gegenwart der Polizei beschränkt sich nicht auf die Gewalt- und Suchtprävention und die Überprüfung der Verkehrssicherheit. Mit Herrn Lorenz, Polizeioberkommissar von der Polizeidienststelle Bad Bramstedt, übernimmt ein ehemaliger Schüler der JFS die Aufgaben eines Kontaktbeamten und sorgt für häufige polizeiliche Präsenz. Herr Lorenz stellt sich in vielen Klassen und Gremien vor und macht deutlich, dass er seine Rolle als Ansprechpartner ernst nimmt.

Hilfen zur Berufsvorbereitung und Berufsfindung

Ebenfalls finden Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und Berufsfindung einen stärkeren Einzug in das Schulleben. Die Schulkonferenz macht das Berufspraktikum für die 10. Klassen ab dem Jahr 2007 verbindlich. Bewerbungstraining, Wirtschaftspraktikum, individuelle Beratung durch das Berufsinformationszentrum, individuelle Studien- und Berufsberatung, die Teilnahme an der örtlichen Berufsbildungsmesse sowie der Messe Nordjob eröffnen den Schülerinnen und Schülern einen erweiterten Zugang zu Berufsfeldern.

Förderung von Schülerinnen und Schülern

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderer Begabung ist ebenfalls  Gegenstand unserer pädagogischen Bemühungen. Dank der Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Südholstein werden  Schülerinnen und Schülern außerschulische Angebote gemacht. Zurzeit besuchen über 50 Schülerinnen und Schüler die angebotenen Kurse. 

In Bezug auf die Förderung von leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern wird ein erstes Konzept entwickelt und umgesetzt.  Seit dem Schuljahr 2007/2008 bietet die Schule Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 und 8 die Möglichkeit, an Förderkursen in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathematik teilzunehmen, um vorhandene Defizite in einem begrenzten zeitlichen Rahmen zu beheben.

Schülerinnen und Schüler  mit Lese- und Rechtschreibschwäche werden in der Orientierungsstufe  weiterhin  im Rahmen des Legasthenie-Unterrichts gefördert.

Attraktiv sind  auch die Angebote der Förderung, die durch den Einsatz von Fremdsprachenassistentinnen ermöglicht werden. Landeskundliche Einsichten und sprachliche Fähigkeiten werden durch Konversationskurse vertieft und der  Fremdsprachenunterricht durch Muttersprachlerinnen bereichert.In Zusammenarbeit mit dem Institut Français ist es so im Schuljahr 2004/2005 möglich, dass eine französische Fremdsprachenassistentin 64 Schülerinnen und Schüler auf spezielle Sprachprüfungen (DELF A1 bis A6) erfolgreich vorbereitet.

Gemeinwesenorientierung und Zusammenarbeit mit den Schulen

Die Schule nimmt regelmäßig an den Sitzungen des Örtlichen Bildungsrates teil und ist in unterschiedlichen Arbeitsgruppen, die sich mit bildungspolitischen Fragen der Region beschäftigen, vertreten. Die Zusammenarbeit mit Schulleitungen des Schulverbandes und der Region sowie Treffen von Lehrkräften ermöglichen Absprachen und  Abstimmungen in organisatorischen und  pädagogischen Aufgabenfeldern. Der Übergang von den Grundschulen auf die Jürgen-Fuhlendorf-Schule wird durch diese Maßnahmen und gegenseitige Besuche vorbereitet und unterstützt.

Die Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren wird durch die Zusammenarbeit mit Partnerschulen in Neumünster ergänzt und bereichert.

Neustrukturierung des Schulsystems

Das neue Schulgesetz führt seit dem Jahre 2007 zu weitreichenden Veränderungen in der Schullandschaft.

Die bisherigen Haupt- und Realschulen werden auf Antrag der jeweiligen Schulträger in Regional- bzw. Gemeinschaftsschulen umgewandelt.

Das Gymnasium bleibt als weiterführende Schulart bestehen, wird aber auch weitreichend neu umgestaltet.

  • Das Zentralabitur wird eingeführt. Schon in diesem Schuljahr sind an unserer Schule in den Leistungskursfächern Mathematik,  Englisch, Deutsch, Biologie und Physik zentrale Prüfungsaufgaben von den Schülerinnen und Schülern des 13. Jahrgangs bearbeitet worden.
  • Die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2008/2009 in die 5. Klasse eines Gymnasiums wechseln, gilt die Reduzierung des bisher neunjährigen gymnasialen Bildungsganges auf acht Schuljahre, das heißt die im kommenden Sommer neu eingeschulten Fünftklässler werden erstmals im Schuljahr 2015/2016 die  Abiturprüfung  nach acht Schuljahren ablegen.
  • Im Schuljahr 2008/2009 werden Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in der neuen Struktur der Profiloberstufe unterrichtet. Damit werden das Kurssystem und die Unterscheidung von Leistungs- und Grundkursen abgeschafft. In Zukunft findet der Unterricht in der gesamten Oberstufe fast ausschließlich im Klassenverband statt.
  • Abiturprüfungen im Rahmen der strukturierten Oberstufe werden zum ersten Mal von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe am Ende des Schuljahres 2010/2011 abgelegt.

Wie in allen Schularten wird auch am Gymnasium stärker als bisher die Förderung der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers als das zentrale Ziel aller schulischen Arbeit und als durchgängiges Unterrichtsprinzip verwirklicht werden.

Hierbei werden folgende Instrumente weiter entwickelt und stärker eingesetzt:

  • die Arbeit mit individuellen Lernplänen,
  • offene und binnendifferenzierende Unterrichtsformen,
  • frühzeitiges Methodenlernen,
  • inner- und außerschulische Förderprozesse.

Um die veränderte Unterrichtskultur zu unterstützen, wird ab dem kommenden Schuljahr die Kontingentstundentafel als Instrument der Flexibilisierung der Organisation des Unterrichts eingeführt. Dies bedeutet, dass unsere Schule mehr pädagogischen Gestaltungsspielraum erhält, da die für die einzelnen Fächer vorgesehenen Stunden nicht mehr je Jahrgangsstufe ausgewiesen werden, sondern bezogen auf die Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) bzw. auf die  Mittelstufe (Klasse 7-9). Die Oberstufe umfasst im achtjährigen Bildungsgang die Einführungsphase (Klasse 10) und eine Qualifikationsphase (Klasse 12 und 13).

Infolge des neuen Schulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein wird sich voraussichtlich eine Änderung der Schulträgerschaft ergeben. Bisher ist die Jürgen-Fuhlendorf-Schule das einzige Gymnasium des Kreises Segeberg mit dem Kreis als Schulträger gewesen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht geklärt, welcher Träger  für unsere Schule zuständig sein wird. Zu hoffen ist jedoch, dass die Phase der Unsicherheit nur kurz bleibt und die Entwicklung unserer Schule in vertrauensvoller Zusammenarbeit weiter vorangetrieben werden kann.

Ausblick

Veränderungen haben die vergangenen Jahre geprägt, Veränderungen werden die kommenden Jahre prägen, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Schüler, Eltern und Lehrkräfte müssen sich auf Neues einstellen und können von Neuem profitieren.

Was in einer globalisierten Wirtschaft notwendig sein mag, dass nämlich das Tempo der Veränderungen immer mehr zunimmt und kaum ein Stein auf dem anderen bleibt, ist im pädagogischen Bereich und im menschlichen Zusammenleben und Miteinander problematisch. So bemühen sich alle an Schule Beteiligten darum, Umgangsformen und Elemente, die das bisherige Schulleben geprägt und strukturiert haben, auch in der Zukunft zu bewahren und mit Leben zu erfüllen. So wollen wir das Engagement für unsere Schule beibehalten und vertiefen, einen freundlich lockeren, aber respektvollen und von gegenseitiger Achtung geprägten Umgangston bewahren und die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an Schule Beteiligten fortführen. Die Einschulung der neuen Schülerinnen und Schüler, Konzerte, Adventssingen, Theateraufführungen, Klassen- und Studienreisen, Besuche der Partnerschulen, Abi-Streich, Abi-Zeitung, die Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten sowie der Abi-Ball werden bei allen ersichtlichen Veränderungen als Traditionen der Schule ihren Platz im Schuljahr behalten.

Die Voraussetzungen, dass die Jürgen-Fuhlendorf-Schule den zukünftigen Veränderungen und den damit verbundenen Herausforderungen gut begegnen kann, sind durch eine engagierte und kritisch-wohlwollende Elternschaft, eine offene und aufnahmebereite Schülerschaft und ein erfahrenes und fachlich fundiert ausgebildetes Lehrerkollegium in hohem Maße gegeben.

Gemeinsam mit Eltern und Schülerinnen und Schüler wird es auch in Zukunft gelingen, die Jürgen-Fuhlendorf-Schule zum Wohle aller weiterzuentwickeln.

Kontakt

Jürgen-Fuhlendorf-Schule

Düsternhoop 48
24576 Bad Bramstedt

Tel. 04192/879630
Fax 04192/879646

E-Mail: jfs.bad-bramstedt[at]schule.landsh.de

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